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Globalisierung, nein danke! - Die "Yes Men"

Der Dokumentarfilm zeigt mit Humor und Selbstironie die spektakulärsten Auftritte dieser Männer, von denen andere noch einiges lernen könnten.

Globalisierung, nein danke! - Die "Yes Men" © BRMit einer Fälschung der Webseite der WTO (Welthandelsorganisation) wurde die Netzkunst- und Aktivistengruppe "The Yes Men" über Nacht bekannt. Ihr Konzept: Mitglieder der Gruppe geben sich als Repräsentanten internationaler Konzerne oder Institutionen aus, lassen sich zu internationalen Wirtschaftskonferenzen einladen und karikieren mit übertriebenen Forderungen auf Konferenzen deren Ziele.Sie selbst bezeichnen dies als "Identitäts-Korrektur". Es ist "Politsatire auf einer neuen Ebene – je nach Situation bewaffnet mit Computeranimation über McDonald's oder mit einem hautengen Kostüm, auf das selbst Superman neidisch wär - nehmen‚ die 'Yes Men' verbreitete Wirtschaftsideologien mit schwarzem Humor aufs Korn" (zelluloid.de).

Info
Originaltitel:
The Yes Men
(USA, 2003)
Regie:
Dan Ollman, Sarah Price, Chris Smith
Länge:
79 Min.
16:9 Stereo
Die zwei führenden Mitglieder der Gruppe – der Science-Fiction-Autor Jacques Servin und Igor Vamos, Assistenzprofessor am Renslaaer Polytechnic Institute, New York - sind unter einer Reihe von Pseudonymen bekannt, zuletzt firmierten sie als Andy Bichlbaum und Mike Bonano. Schon ihre erste Aktion in den 1990ern war ein Knüller. Sie vertauschten die Elektronik von Barbie- und GI-Joe-Sprach-Puppen. Die Verwirrung war groß, wenn Barbie mit rauer Stimme verkündete, das nur Tote nicht lügen, und GI-John vom Shopping schwärmte. Eine angebliche "Barbie-Befreiungs-Organisation", vom Komponisten, Trompeter und Band Leader Herb Alpert finanziert, setzte dem ganzen eine urkomische Krone auf.

Ihr erster Internet-Auftritt sorgte ebenfalls für große Irritation: Auf einer raffiniert gefakten Homepage von George W. Bush, vom Original kaum zu unterscheiden, ereiferten sie sich über die abstrusesten Missstände im Weißen Haus – der Präsident "was not amused" und dachte laut über die notwendige "Begrenzung der Freiheit" nach.

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Stand: 08.02.2007