Samstag, 13. September 2014MESZ06:50 Uhr

Fazit

AusstellungDirekt auf die Seele gezielt
Subodh Gupta

Subodh Guptas Installationen haben gewaltige Ausmaße und ein immer wiederkehrendes Element: Kochgeschirr. Er ordnet es immer wieder neu an zu intensiven Kunstwerken, die einen kritischen Blick auf die indische Gesellschaft verraten. Mehr

RaubkunstDie Nazis klauten Zuckerdosen
Blick in ein Puppenhaus, ein Objekt der Ausstellung "Raubkunst?" am MKG Hamburg

Der "Fall Gurlitt und die Raubkunst" hat die deutschen Museen aufgeschreckt. Das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg nimmt diesen Schrecken zum Anlass, der Öffentlichkeit seine Provenienzforschung zu präsentieren.Mehr

Joachim Fuchsberger"Unglaubliche Ausstrahlung"
Der verstorbene Moderator Joachim Fuchsberger

Joachim Fuchsberger war ein "absoluter Herr" mit Bildung und Charme, sagt der Schauspieler Dieter Hallervorden über den verstorbenen Kollegen. Sein gutes Aussehen sei gar nicht die entscheidende Qualität gewesen.Mehr

weitere Beiträge

Kompressor | Beitrag vom 10.09.2014

Yes Men-DokuPolit-Aktivisten in der Midlife-Crisis

Susanne Burg über die Premiere von "The Yes Men Are Revolting"

Beitrag hören
Die "Yes Men" Andy Bichlbaum (Mitte) und Mike Bonnano (rechts) auf einer Demonstration von "Occupy Wall Street"
Die Yes Men Andy Bichlbaum (Mitte) und Mike Bonnano (rechts) auf einer Demonstration von "Occupy Wall Street" (dpa / picture alliance / Justin Lane)

Die Netzaktivisten- und Künstlergruppe Yes Men ist für ihre spektakulären politischen Aktionen bekannt. In einem neuen Dokumentarfilm geht es nun um ein für Widerstandskämpfer besonders sensibles Thema - das Altern.

Sie fälschten die Webseite der Welthandelsorganisation WTO und imitierten Pressekonferenzen der US-Handelskammer: Mit ihren spektakulären Aktionen sorgten die Yes Men weltweit für Schlagzeilen. Die Regisseure Regisseure Arash und Arman T. Riahi haben die zwei führenden Aktivisten der Gruppe zum wiederholten Mal besucht. In ihrem dritten Dokumentarfilm "The Yes Men Are Revolting" geht es nun um ein für Widerstandskämpfer besonders sensibles Thema: das Altern.

Was kann man wirklich bewegen - und wie lange noch?

Neben den Aktionen ginge es dieses mal "sehr stark um die Midlife-Crisis der Yes Men", sagt unsere Kritikerin Susanne Burg, die die Premiere auf dem Internationalen Filmfestival Toronto gesehen hat. "Jetzt sind sie um die 40 und fragen sich: Was kann man eigentlich wirklich bewegen? Wie lange können sie das noch machen? Wie kriegen wir das mit dem sonstigen Leben unter einen Hut?"

Der eine Aktivist mit dem Pseudonym Mike sei inzwischen Vater von drei Kindern, der andere, Andy, lebe in New York und wünsche sich ebenfalls Familie. "Ich fand das Interessant, weil die Arbeit der Yes Men ja eigentlich darauf basiert, dass sie mit Identitäten spielen, also nicht wirklich selber als Menschen mit eigenen Geschichten zu erkennen sind." In diesem Film aber wollten sie zeigen, so die Yes Men in einem Interview, dass sie keine Superhelden seien, sondern für ihre Ziele kämpfen müssten.

Mehr zum Thema

Filmpremiere - Der Fall Amanda Knox kommt in die Kinos (Deutschlandradio Kultur, Kompressor, 09.09.2014)
Yes Men - Anleitung zu einer besseren Welt (Deutschlandfunk, Corso, 05.05.2014)

szmtag

Original text